Sonntag, 23. Mai 2021

Puzzlen - ein wieder-entdecktes Hobby

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Ich glaube, ich habe schon immer gerne Puzzles gemacht. Aus meiner Kindheit erinnere ich mich an ein Sarah Kay-Motiv in Erdtönen mit einem Mädchen drauf mit einer Haube auf dem Kopf und einer Art Flickenteppich-Kleid. (Sagt irgendwem Sarah Kay noch was? Musste es selber googlen: Sarah Kay Figuren sind von einer australischen Illustratorin. Viele denken wohl, es wäre ihr Künstlername, ist es aber nicht, laut Wikipedia.)

In den Fotos auf meinem Handy war dieses von März 2016 das älteste, das ich quasi "als Nachweis meiner Puzzle-Aktivitäten" gefunden habe: eine ehem. Kollegin hatte mir dieses Puzzle überlassen und es hat mich mit dem 3D-Effekt fast in den Wahnsinn getrieben, da man nichts genau erkennen konnte und die Pinguine alle sehr ähnlich aussahen.

Pinguine Puzzle

Danach hab ich tatsächlich längere Zeit nicht gepuzzelt und erst im Winter 2019/2020 wieder angefangen, mit einem für mich typischen Motiv, denn mir gefallen gezeichnete Motive besser als Foto-Motive, und v.a. die des Malers Thomas Kinkade Motive (erhältlich von Schmidt Spiele). Kinkade hat hauptsächlich Landschaften mit Häusern gemalt - oft altmodische Landhäuser in wunderschönen Gärten oder Holzhütten in den Bergen oder Ähnliches. Kann man kitschig finden, würde ich mir jetzt auch nicht als Gemälde an die Wand hängen, aber zum Puzzlen machen mir diese oder ähnliche Bilder wirklich Spaß. 

Sonntag, 11. April 2021

Zitronenkuchen - aus der Kastenform oder vom Blech?

Zitronenkuchen

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Wenn mein Freund Geburtstag hat (juhu, ein Anlass zum Backen!), mache ich für ihn meist Zitronenkuchen - aber irgendwie nie nach demselben Rezept. Dieses Jahr habe ich 2 Rezepte ausprobiert - eins letztes Wochenende und eins heute.

Bei beiden habe ich mal wieder die Mengen reduziert, weil wir zu zweit einfach keine großen Mengen verdrücken. Damit bin ich übrigens voll im Trend - auf Englisch nennt man das "small batch baking" und es gibt in Zeiten von Corona, Lockdown und Social Distancing immer mehr Rezepte für kleinere Mengen, weil man sich ja nicht in größeren Runden treffen darf.

Jedenfalls habe ich zuerst einen Zitronen-Kastenkuchen von Tina aus Nürnberg vom Blog Food und Co. gebacken - mit 3/5 der Menge, da meine Backefix-Form etwas kleiner ist als eine normale Kastenkuchenform. Auf die 3 Fünftel kam ich, weil ursprünglich 5 Eier enthalten sind, die ich auf 3 reduziert habe. Den Schritt mit dem Einkochen des Zitronensaftes habe ich weggelassen, sonst habe ich nichts am Rezept verändert und der Kuchen war sehr lecker. Er wirkte ein bisschen wie nicht ganz durch - war er aber, Stäbchenprobe hatte er bestanden. Ich nehme an, das kam von der hineingesickerten Glasur (die man auf den warmen Kuchen geben soll). 

Das 2. Rezept war aus einem "Standardwerk" von Dr. Oetker namens Backen - So geht das, und hier kam der Zitronenkuchen auf dem Blech daher. Das Rezept findet man auch auf der Website von Dr. Oetker, allerdings nicht exakt so wie im Buch. (Im Buch ist die Zuckermenge 250 statt 350 g, und bei der Glasur kommen noch 30g geschmolzene Butter hinzu, was ich aber sowieso nicht so gemacht habe bzw. hätte.) Der Haupt-Unterschied zum ersten Rezept ist die Speisestärke im Teig.

Auch bei dieser Variante habe ich die Mengen reduziert, und zwar um die Hälfte, um mein inzwischen bewährtes schmales Dampfgarer-Blech benutzen zu können. Das Ergebnis war ebenfalls gut - der zitronige Geschmack kommt aber fast nur durch den Guss, wobei ich sagen würde, dass bei Tinas Version auch der Teig etwas nach Zitrone geschmeckt hat. Irgendwie ist der Guss beim 1. Kuchen mehr in den Teig eingezogen, hatte ich das Gefühl, obwohl ich bei beiden Kuchen den Guss auf den heißen Kuchen gegossen habe. Der Kastenkuchen hätte eine dickere Schicht Glasur vertragen können (wie man auch auf den Fotos sieht), obwohl ich die angegebene Menge Puderzucker verwendet habe. Bei der Dr. Oetker Variante kommt mir der Teig etwas "luftiger" vor als beim Kastenkuchen. Allerdings macht er durch die Speisestärke ein bisschen so ein "stumpfes Gefühl" im Mund, wenn ihr wisst, was ich meine.

Zitronenblechkuchen

Fazit: Uns hat der Kastenkuchen besser geschmeckt als der Blechkuchen. Beide sind einfach und nicht zeitaufwendig (der Blechkuchen hat eine kürzere Backzeit). Nächstes Mal würde ich mehr Glasur anrühren für den Kastenkuchen, damit sie schön dick wird und der Geschmack dadurch noch zitroniger.

Sonntag, 21. März 2021

Ein Backrezept aus Neuseeland

Tan Squares


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Seit meiner neu entdeckten Back-Leidenschaft folge ich auf Instagram immer weniger Nagellack- und Beauty-Accounts und dafür immer mehr Back- und Koch-Accounts. Einer davon ist cloudykitchen von Erin aus Neuseeland, die allerdings inzwischen in New York lebt. Sie hat über ihrer Küchenarbeitsplatte eine Kamera montiert (oder eine Handyhalterung) und kann so gut die Arbeitsschritte filmen und dokumentieren und postet sie in ihren Stories und Highlights. Ich schaue mir diese Videos total gerne an, und so war es auch bei einem Rezept von Februar namens Tan Slices oder Tan Squares.  Es handelt sich um eine Art Blechkuchen aus Shortbread, also einem Mürbeteig, mit einer Karamellschicht und Streuseln drauf. 

Das genaue Rezept (auf Englisch, aber mit Gramm-Angaben) findet ihr in Erins Blog. Ich habe die Mengen halbiert, was auch einfach ging, da man für Mürbeteig ja keine Eier braucht. Als Blech verwendet habe ich mal wieder einen schmalen Edelstahl-Dampfgarbehälter. Mit seinen Maßen von ca. 15x30 cm entspricht er ungefähr einer 8 Zoll, also 20x20 cm Brownies Backform, die von Erin für die halbe Menge empfohlen wird. 

Verändert habe ich am Rezept eigentlich nichts. Statt nur mit Butter habe ich den Teig zur Hälfte mit Margarine (Sanella) hergestellt, da ich nicht genügend weiche Butter hatte. Ich hatte mich etwas gewundert, dass zuerst weiche Butter mit Zucker aufgeschlagen wird, wie für einen Rührteig, weil man es bei Mürbeteig ja eher so kennt, dass man kalte Butter mit Mehl und Zucker verknetet. Aber es hat gut funktioniert. Ob die Version mit weicher Butter das klassische Shortbread Rezept ist, weiß ich nicht - ich habe heute in einem meiner Backbücher sogar ein Rezept mit Ei drin gefunden, was ich sehr ungewöhnlich fand. Naja, viele Wege führen nach Rom ...

Sonntag, 3. Januar 2021

Huch, hat das neue Jahr schon angefangen?

Wenn man Urlaub hat, vergisst man, welcher Wochentag ist - um so mehr, wenn der Urlaub schon eine Woche vor Weihnachten angefangen hat ... Aber die Zeit ging schnell rum - und schwupp, schon ist 2020 auch schon durch - und alle so: "Es kann ja nur besser werden!" Na, ich weiß nicht ...

Bevor ich morgen wieder arbeiten muss, wollte ich mich kurz melden. Ich habe einiges gebacken, aber nicht so viel mit Fotos dokumentiert:

- 4 Sorten Plätzchen: Schneeflocken und Spritzgebäck, beide nach Rezepten von Chefkoch sowie Mandelplätzchen aus einer älteren Zeitschrift (die mehr auseinanderliefen als erwartet und daher sehr flach und groß wurden und in der Dose zusammenklebten) und die einfachsten Kokosmakronen der Welt, die nur aus gezuckerter Kondensmilch und Kokosraspeln bestehen (und Oblaten, wenn man will). Ich erinnere mich gerade nicht, bei wem ich das Rezept gefunden hatte ... Die Makronen sind übrigens nicht auf dem Foto, weil sie "Nachzügler" waren.

- Einen weihnachtlichen Cheesecake nach Back Ina, der dadurch weihnachtlich wurde, dass ich für den Keksboden Gewürz-Spekulatius genommen habe. Hat gut funktioniert und kam auch bei der Schwiegermutter gut an :-) Und die 20 cm Springform reicht echt aus für 2-3 Personen.

- Brownies nach Sarah Kieffer (aus ihrem Buch 100 Cookies) - die "kuchigere" Variante mit mehr Mehl, die allerdings auch noch sehr saftig war, so dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie "matschig" ihre klassische Version ist.

Außerdem habe ich mich an Rugelach versucht - das ist ein jüdisches Gebäck, also ein Hörnchen, dass es mit Hefeteig und verschiedenen Füllungen gibt, aber ich habe eine Variante mit Frischkäseteig und einer Füllung aus Aprikosenmarmelade, Zimtzucker und Nüssen gemacht. Rezept war mal wieder von Zucker, Zimt und Liebe, glaube ich. Hätte den Teig wohl noch länger kühlen sollen, denn er war sehr klebrig und das Rollen der Hörnchen war ein ziemliches Gematsche. Geschmacklich waren sie aber sehr lecker, nur eben nicht fotogen.

Mit dem neuen Lasagne-Aufsatz für unsere Ankarsrum-Küchenmaschine haben wir außerdem Bandnudeln gemacht, nur aus Hartweizengrieß und Wasser (ca.40 ml pro 100 g Grieß) - hat super funktioniert und besser geschmeckt als die Variante mit Ei, die wir vor einigen Monaten schon mal probiert hatten.

Einiges, dass ich noch vorhatte, habe ich noch nicht zubereitet: Eggnog (amerikanischer Eierpunsch), Zupfbrot sowie Blätterteig-Teilchen mit Tomaten und Mozzarella.

Was war sonst noch? Wir haben ein "resident squirrel", dem wir Walnüsse hinlegen. Es rennt meistens vormittags vor dem Arbeitszimmer geschäftig hin und her, was im Home Office für Unterhaltung sorgt :-) Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Eichhörnchen liebe? Dieses ist dunkelbraun mit einem weißen Bauch, und so flink, dass man es schlecht fotografieren kann.

In diesem Sinne ein gutes neues Jahr und auf mehr niedliche Eichhörnchen!

Samstag, 31. Oktober 2020

Blog-Geburtstag und noch mehr Nachgebackenes

Rotwein-Schokokuchen

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Es ist Herbst und ich backe immer noch regelmäßig - saison-gemäß z.B. Apple Crumble und Blondies mit Nüssen und Schokostückchen nach Rezepten aus dem Blog von Jeanny, also Zucker, Zimt und Liebe, schnelles Körnerbrot mit Trockenhefe nach Backefix oder Sonja Sahneschnitte und diverse Gugelhüpfe nach Rezepten aus dem Backbuch Jeannys Lieblingskuchen, z.B. den Rotwein-Schokoladenkuchen vom obigen Foto (in einer Mini-Version, die auf eine große Untertasse passte) oder einen Kuchen mit Zucchini-Raspeln sowie Möhren-Muffins (die im Buch mit Pastinaken zubereitet werden, die ich aber nicht hatte).

Da die Zeit der Kurzarbeit vorbei ist, habe ich nicht mehr die Zeit, um jedes "Backwerk" ausführlich zu dokumentieren. Aber ganz will ich das Bloggen nicht aufhören, also fasse ich eben mehrere Sachen in einem Post zusammen. Mein Blog hatte übrigens letztes Wochenende Geburtstag - hurra!

Hier also die Ergebnisse der letzten Wochen:

Apple Crumble nach diesem Rezept (allerding sohne den Glühwein). Nächstes Mal mache ich mehr Streuselmasse. Ich glaube übrigens, wenn Haferflocken mit in den Streuseln sind, nennen die Muttersprachler es Apple Crisp.

apple crumble

Blondies nach diesem Rezept, allerdings mit Hasel- und Walnüssen sowie Mandelstiften, da keine Pekannüsse im Haus:

Blondies

Die Konsistenz wurde genau wie im Rezept beschrieben, fand ich. Oben und unten eine zuckrige Kruste und dazwischen weich und zäh wie ein Kaubonbon. Ich konnte nicht mehrere davon hintereinander essen, weil sie irgendwie so "gehaltvoll" waren oder wie man das sagen soll. Ich habe eine schmale Edelstahl-Form (mit Backpapier ausgekleidet) von unserem Dampfgarer benutzt (ca. 15x30 cm) und das Ergebnis in 15 Stücke geschnitten.

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